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Bericht

Saisoneröffnungstour nach Falcade 1-4.Mai 2008

Dieses Jahr fand die erste größere gemeinsamen Fahrt erst ziemlich spät statt. Erich, Harry, Werner und Dieter waren zwar Ostern schon in Marokko, aber in Europa hatte der Frühling noch Verspätung . Wir sollten das zu spüren bekommen, als wir am Donnerstag pünktlich um halb neun in der Manchinger Straße abfuhren. Bis zum Chiemsee ging es auf der trockenen Autobahn. Hans fuhr voran, dann folgten Michael, Günter, Joachim und Gerd. (4xBMW und 1x FJ). Über Kössen, St. Johann und Kitzbühel ging ' s auf den Pass Thurn mit 1274m. Hier war schon Regen angesagt. In Mittersill war es wieder trocken. Dann erklommen wir zügig die Felbertauernstraße. Auf der Höhe vor dem Tunnel hatten wir dann Schneetreiben. Auch die Talfahrt nach Matrei war nass. Auf der Straße 108 erreichten wir gegen Mittag Lienz, wechselten auf Nr. 100 und hielten um 12.15 Rast in einem Gasthof in Leisach. Die Pustertaler Höhenstraße wollten wir wegen der Witterung nicht befahren. Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichten wir die italienische Grenze. Man merkt heut' zutage den Grenzübertritt ja nicht mehr, kein Halt, keine Kontrolle. Auf der italienischen Seite war das Wetter auch nicht viel besser, nasse Piste. In Innichen ging's dann Richtung Süd-Ost weiter, Kreuzbergpass nach Auronzo. Wir bogen dann rechts auf die SS48 ab und fuhren über den Passo Tre Croci weiter bis Cortina d. Ampezzo. Inzwischen waren die Arme schon etwas länger geworden. Von Cortina weiter über den Passo die Giau nach Selva um die letzten 50km unter die Räder zu nehmen, nämlich über Alleghe und Concenighe bis zum Ziel:

Hotel Belvedere in Falcade. Ankunft 17 °°. Wir kamen als erste Saisongäste und erquickten uns erst mal mit einigen Bieren: Augustiner Hell. (Reserva Hans Krammel). Abends gab es das ersehnte 3 Gänge Menu - alles in guter Qualität, wie das ganze Hotel, sehr empfehlenswert. 22 °° Licht aus.

Freitag 02.Mai.08: 9 °° Abfahrt zur Friaultour: Die Sonne lachte, blauer Himmel, super Wetter ! In dieser Stimmung begaben wir uns auf eine Rundfahrt nach Osten bis nach Tolmezzo. Wir fuhren ca. 320km auf kleinen und kleinsten Bergstraßen, dass ich am Abend leichte Erinnerungslücken hatte, doch hier mal grob die Reihenfolge der überquerten Pässe:

Passo Duran 1600m  Forc. Cibiana 1530m  Passo Maria 1295m  Lago Sauris. Hier eine kleine Pause am Stausee in 1000m Höhe. Keine Weiterfahrt: Schnee  also wieder ein Stück zurück, dann weiter über Ampezzo nach Tolmezzo zu einer 20 minütigen Kaffeepause.

Am schiefen Turm von Carnico vorbei, führte uns der Rückweg über gut 120km noch über den Forc. Staulanza mit 1773m, alles bei schönstem Wetter und wenig Verkehr.

Samstag 03.Mai.08: 9 °° Abfahrt zur Südtour: Wieder super Wetter , mittags über 20° ! Auf kleinen Straßen lotste uns Hans Richtung Südwesten. Es ging in flotter Fahrt immer dem sonoren Klang seiner BMW nach, bergauf, bergab, links rum und rechts rum, die Haarnadelkurven.

Hier nun einige der passierten Orte und Pässe: Agordo, dann die 347 lang, bis zum Passo die Cereda mir 1369m. Wieder hinab ins Tal auf vielleicht 500mnach Mezzano, dann wieder kurvenreich bergauf zum Passo Brocon mit 1616m. Hier blieben wir auf einen Kaffe sitzen und genossen die herrliche Aussicht. Rings um uns standen noch 50 Maschinen, und auf der Passtrasse bollerten und dröhnten im Minutentakt die Biker vorbei.

Ein Pajero versuchte vergebens in 30cm Schneematsch auf einem Feldweg voranzukommen.

Vom Passo Brocon ging es dann wieder in Richtung SW, auf kleinsten Sträßchen, ganz apart mit etwas losem Split bestreut. Wir erreichten dann den Lago die Caldonazzo. (Hier waren wir ja letztes Jahr). Hier hatten wir auch mal 20km Fernstraße, um unsere Motoren mal wieder etwas frei zu blasen. Ich hab's vermasselt, weil ich auf die Brothers Saulich wartete und nur 90 fuhr!!! Nun waren wir etwa die halbe Tagestour gefahren, ja jetzt ging's langsam wieder in Richtung NO. Über Palü und Bedolo kamen wir nach Sover. Hier hatte sich ein Biker hingelegt, die Straße war gesperrt, deshalb kehrten wir auf einen Spezi ein. Gestärkt durch die Pause gingen wir nun folgende Pässe an: Von Cavalese den Passo die Lavaze mit 1805m  dann Welschnhofen mit Karerpass 1745m und über Canazei und das Fedaia-Joch mit 2057m ging's krass hinab zur Sottoguda, einer tiefen, tiefen Schlucht. Noch eine gute halbe Stunde später und wir waren beim Tanken, alle Fünfe hatten vom Hotel einen Spritgutschein über 12 Liter erhalten ! Tagesstrecke auch so um die 300-350km. Wetter: den ganzen Tag Sonne !

Sonntag 04.Mai.08: Heimfahrt: Zumindest den Vormittag konnten wir noch mal die Alpenpässe genießen: Falcade  Alleghe -- Selva -- Passo Giau  Falzarego mit 2105m, toller Aussicht und Zigarettenpause. Durchs Abteital fuhren wir auf einer neu ausgebauten Straße durch viele neue Tunnel bis nach Bruneck. Dort reihten wir uns in den Verkehrsstrom auf der SS49 ein, erreichten um 12 °° den Brenner und waren um 14°° beim Tanken hinterm Zirler Berg.

Der Rest ist wie immer schnell erzählt: Garmisch -- München -- aus is'

Michael

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Auszug aus dem Clubmagazin 2007

 

Jahresabschlussfahrt 2006 nach Kärnten, ins Maltatal

 

Tja, so schnell vergeht die Zeit: schon wieder Jahresabschlusstour. Also 2006, versteht sich, 2005 waren wir ja in Nauders und 2004 war keine Abschlussfahrt.

Diesmal also nach Malta: Insel im Mittelmeer? Ehemals englische Kolonie mit Linksverkehr, war mein erster Gedanke. Aber Fehlanzeige, es ging nach Kärnten. Das idyllische Maltatal erstreckt sich bei schönem Wetter südlich des 3076m hohen Gr. Hafner in den Tauern bis nach Gmünd. Harry hatte im Motorradhotel "Malteiner Hof" für uns Zimmer reserviert. Am Mittwoch den 13.9.06 war das Wetter beim Mändlfelder Wirt noch herrlich warm. Es kam Vorfreude auf. 

Am Freitag den 15.09. um 13°° startete ich mit Toni in Kösching. Erich und Harry mit Andrea konnten erst ab 16°° fahren, Werner kam aus Wien und Jörg mit seiner Andrea reisten von Karlsruhe auf der F 650 an. Toni und ich tuckerten über die B 299 Landshut-Altötting-Burghausen nach Salzburg. Für unsere Maschinen war's die erste längere Tour :

Tonis Yamaha TR 1 Bj. 83 hatte er 2004 gekauft und war eigentlich nur mal bis ins Altmühltal gefahren, vorher war die Maschine auch mal 10 Jahre gestanden. Ich hatte mir am 14.08. in Pocking eine gebrauchte BMW R 850 R gekauft, Bj. 96 mit 50tkm. Die beiden Maschinen liefen ruhig und spritsparend über die Landstraße. Vor Salzburg erster Tankstop : Verbrauch 12l Super auf 260km. Preis 13€ in Austria. (War auch schon billiger: 2003 auf der Fahrt nach Volterra kostete 1 Liter nur 93 Ct. in Innsbruck, jetzt in Salzburg 108Ct.).

Die ganze Strecke wurde es immer wolkiger, hinter Salzburg dann geschlossene Wolkendecke und erster Nieselregen. Auf der Autobahn, über den Paß Lueg standen wir gleich mal im ersten Stau. Im Tunnel war die rechte Fahrbahn wegen Reparaturarbeiten gesperrt. Wir schlängelten uns an der Autoschlange vorbei. Einmal musste ich auf Toni kurz warten und hatte Zeit den vorbeiströmenden Verkehr anzuschauen. Man merkte gleich, dass es hier in den Balkan geht: Viele Griechen, Türken und Slowenen fuhren vorbei, viele Busse und LKW. Wir hatten uns entschlossen auf die zusätzlichen Tunnel-Gebühren für Tauern und Katschberg zu verzichten und fuhren ab Radstatt auf der Landstraße weiter.

Mittlerweile war es 18°° und es regnete richtig. Es wurde ein bisschen abenteuerlich, als wir in den Wolken bei 5° über den 1738m hohen Tauernpass kurvten und hinterher die 15% Gefälle von den 1641m des Katschbergs hinunter fegten. Viel Verkehr war nicht, nur ab und zu war ich halb blind, wenn mal ein Auto mit seinen Lichtern entgegenkam. In 

Rennweg wurden Toni und ich von zwei als Polizisten verkleideten Schaufensterpuppen geblitzt, Schock lass nach!

Aber jeder Spaß geht mal vorbei, und so standen wir zwei um halb acht vor dem Malteiner Hof. Schon 20 Minuten später saßen wir mit Erich, Harry, Jörg und den beiden Andreas am Tisch und konnten gerade noch ein Tischgetränk ordern. Das Abendessen wurde serviert: Suppe, Spaghetti, Spinatravioli und Nachtisch.

 

Etwa 30 Minuten später kam auch Werner mit seiner 1300 Yamaha an. Wir tranken noch ein paar gemütliche "Seidl" Bier (=0,4l) und gingen aber dann relativ schnell schlafen. Der nächste Morgen startete ganz optimistisch mit einem guten Frühstück und einigen Wolkenlöchern aus denen vereinzelt blauer Himmel blitzte.

Das Hotel war gut besucht, außer uns waren noch etliche Motorradfahrer da, sogar eine Gruppe mit 5 Maschinen aus Ingolstadt, Kehlheim und Umgebung. Jeder Gast erhielt die Kärnten Card, mit der kosten die Mautstraßen nix.

So standen dann bald 20 Motorradfahrer zusammen und überlegten wohin es gehen sollte: Wir fuhren Richtung Rennweg nach Innerkrems zur Nockalmstraße. Die Mautgebühr von 7€ brauchten wir nicht zahlen. Nun ging es von 1500m über eine kurvenreiche schmale Straße mit 35 "Reidn" hinauf bis auf 2042m zur Eisentalhöhe.

Wir hielten am "Bikers Point " und genossen die eigentlich schöne Aussicht über die Nockberge. Leider waren halt die Wolken schneller als wir gewesen, wir hatten gerade mal 3km Fernsicht. Es waren einige "Biker" unterwegs, trotz des Wetters. Bald brummte eine BMW herauf, dann polterten ein paar Chopper vorbei und einige Vierzylinder orgelten aus dem Tal. Nach einer Zigarettenpause und Besuch des "archäologisch interessanten" Toilettenhäuschens rollten wir weiter über Karlbad und die Glockenhütte. Es ging weit hinab in die Ebene Reichenau, mit 1095m zu Füßen der Turracher Höhe.

Nun gab's auf einer flotten Passage ein bisschen Kurvenschulung von den Varaderopiloten Harry und Erich. Die BMW liegt ganz ordentlich und zieht auch besser als die NTV, die Telelever Gabel ist vielleicht optisch nicht jedermanns Geschmack, aber sie funktioniert einwandfrei.

Unsere sechs Maschinen schnurrten auf Steigungen von 25% hinauf zur Turracher Höhe. Auch Tonis TR 1 konnte wacker mithalten (70PS). Oben angekommen, besuchten wir an einem See das mondäne Hotel Jägerwirt.

Es ist really fashionable, für uns Biker fast zu nobel. Vor uns waren ca. 100 Morgan +8 auf ihrem Jahrestreffen hier abgestiegen, die waren uns auf der Turracher Höhe entgegengekommen.

Wir tranken brav einen Kaffee, außerhalb des Gastraumes planschte ein Pärchen im 36° warmen Spa und trank Sekt.

Als wir wieder in die Sättel stiegen, hatte es zu Regnen begonnen. Harry plante nun die Weiterfahrt Richtung Osten, Gurktal, Murau. Aber wegen des immer massiver werdenden Regens wurde die Richtung nicht lange eingehalten und wir zogen eine Schleife nach Süden zum Ossiacher See. Trotz des schlechten Wetters konnten wir erahnen was uns für herrliche Landschaften entgangen waren, wirklich schade. Nach 2 Stunden Regenfahrt über Villach durchs Tal der Drau nach Spittal waren wir gegen 15°° zurück im Hotel, jetzt schon etwas durchnässter als gestern. Die Motorradsachen konnten wir im Trockenraum aufhängen, das erinnerte mich ans Skifahren. Dann gingen wir in die Sauna und wärmten unsere durchfeuchteten Knochen wieder auf. 

Ab 18°° gab' was zu Essen und wir genossen noch ein paar Seidl und Achtl.

Erich stellte eine sehr interessante Neuentwicklung vor: Tachyonen - Chip

Das Neuste am Markt: Schirmt schädliche Kat-Strahlen ab, eh, auf den Schweller gepappt läuft der Karr'n 20 Sachen schneller und braucht 8% weniger Sprit ! - anschließbar mit original Harrys Wireless LAN Kabel, in unbegrenzter Länge lieferbar.

Jörg und Andrea haben auch einen Wohnwagen, und in Frankreich kann man auch gut leben……

Am Sonntag saßen Harry und Werner schon ab 6°° vorm Fernseher:

Australien GP: Rossi holt in der letzten Kurve noch die Bronzemedallie.

Nach dem Frühstück geht's im Regen wieder zurück Richtung Großglockner. Bald bin ich wieder mit Toni unterwegs, etwas gemütlicher, aber der Sonntag ist eh weg, warum dann schnell heimfahren. Leider, leider regnet es fast pausenlos. Wir passieren Spittal, fahren über die Bundesstr.100 Richtung Lienz und zweigen kurz vorher ab nach Heiligenblut. Im Regen schrauben wir uns die Kehren hinauf bis zum Hochtor auf 2504m. Hier beginnt ein Tunnel, davor ein kleiner Laden im Fels. Hier trinken Toni und ich erst mal einen Kaffee. Dann bittet uns die Verkäuferin 2 schwere Kühltheken etwa 50 cm zu verschieben. Da werden wir wieder etwas aus der Erstarrung geholt und bekommen noch eine Tasse Kaffee. Aber Wunder über Wunder, hinter dem Tunnel sehen wir blauen Himmel im Norden. An der Edelweiß-Spitze hört der Regen auf, es wird spürbar wärmer. Wir rollen auf trockener Straße die Alpennordseite hinunter und erreichen bei strahlendem Sonneschein Bruck. Harry und Jörg treffen wir beim Mittagessen im Freien. Die Temperatur liegt bei 25° und wir beschließen über Mittersill, Pass Thurn, Kitzbühl, Richtung Kufstein zu brausen. Unterwegs begegnen uns viele alte Bulldogs und Tracktoren von einem Oldtimertreffen, die halten den ganzen Verkehr auf.

In Kufstein wird noch mal getankt und dann ging's Richtung Thiersee, Landl, Bayrisch Zell. Es war 16°°, als Tonis TR1 etwas stark rauchte und er deshalb nicht mehr weiterfuhr. Freundliche Leute mit einem Motorradtransportanhänger luden ihn auf. Ich war den um 19°° in Gaimersheim, der Rest der Fahrt bei schönstem Wetter.

 

M.M.

 

 

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